Mein Manifest

Was ich in diese Welt bringe

Ich bringe mich.
Mit Haut, Atem, Blut, Stimme, mit meiner Sehnsucht nach Nähe und mit meiner Bereitschaft, mich immer wieder in Verletzlichkeit hineinzugeben.
Ich bin Künstlerin und Tantrika, Suchende und Gestalterin.
Mein Körper ist mein Werkzeug, mein Archiv und mein Altar.

Ich bringe Räume, in denen Menschen sich selbst begegnen können.
Manchmal in Stille, manchmal im Ritual, manchmal im Rausch der Sinne.
Ich halte – und lasse mich halten.
Ich weiß, dass darin Geborgenheit liegt, Hingabe, aber auch Begrenzung und Sicherheit.
Das Spannungsfeld zwischen Freiheit und Form, zwischen Ekstase und Struktur, ist das Feld, in dem meine Arbeit lebt.

Ich bringe die Erinnerung an Zyklen.
An den Rhythmus von Ein- und Ausatmen, an den Fluss von Menstruationsblut, an das Wiederkehren der Stille nach dem Klang.
Ich ehre das, was uns oft peinlich ist, was verdrängt oder tabuisiert wird.
Denn genau dort beginnt Heilung.

Ich bringe den Mut, Schönes und Schwieriges nebeneinander zu halten.
Meine Kunst webt Seile, Haut, Stahl, Erde, Ton und Drucke zu Bildern, die nicht geschönt sind, sondern echt.
Ich glaube daran, dass Schönheit nicht Dekoration ist, sondern Wahrheit, die sich in Präsenz zeigt.
In der Pause. In der Wiederholung. In der Hingabe.

Ich bringe Struktur und Organisation.
Ich liebe es, Räume zu eröffnen – in Körpern wie in Gemeinschaften.
Ob durch die Organisation von Events, durch die klare Form eines Rituals oder durch das Bauen von Strukturen, die Halt geben:
Ich erschaffe Rahmen, in denen Freiheit möglich wird.

Und ich bringe Liebe.
Eine Liebe, die nicht kitschig ist, sondern roh, körperlich, nahbar.
Eine Liebe, die Erinnerung ist: Dass wir Körper sind, dass wir Erde sind, dass wir einander brauchen.

Das ist mein Beitrag zu dieser Welt:
Tabus berühren, Intimität leben, Räume öffnen.
Und immer wieder erinnern: Dass wir hier sind. Dass wir fühlen. Dass wir lieben.